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Lehmputz als Wohlfühlgefühl

(ohneGewähr nur Beiispiele)

Lehmputz Feuchtesimulation

Sorptionsverhalten, Zeitkonstante, Untergrund, Pufferkapazität

5.1 Einleitung (ca. 80 Wörter)

Mit der Lehmputz Feuchtesimulation berechnest du, wie viel Feuchtigkeit ein Lehmputz bei täglichen Schwankungen der relativen Luftfeuchtigkeit aufnimmt und abgibt. Du stellst Putzdicke, Temperatur, Luftwechsel und rF-Bereich ein – die Simulation zeigt dir in Echtzeit den Feuchtegehalt, die Wasserspeicherung pro Quadratmeter und die Pufferkapazität. Ideal für Energieberater, Planer und Bauherren, die Lehmputz als natürliche Feuchteregulierung bewerten wollen.

5.2 Hauptteil (Abschnitte nach H2)

So funktioniert die Simulation

 

Die Simulation berechnet das Sorptionsverhalten von Lehmputz auf Basis physikalischer Modelle. Grundlage ist die Sorptionsisotherme – sie beschreibt, wie viel Wasser ein Material im Gleichgewicht mit der Umgebungsfeuchte speichert.

Der zeitliche Verlauf wird über die Zeitkonstante τ gesteuert. Sie gibt an, nach welcher Zeit das Material 63 % der Gleichgewichtsfeuchte erreicht hat. Je dicker der Putz und je höher der Diffusionswiderstand (μ-Wert), desto träger reagiert das System.

Optional aktivierst du die Untergrund-Kopplung: Dann wird der Feuchteaustausch zwischen Lehmputz und dem darunterliegenden Material (Ziegel oder Holz) mitberechnet.

Welche Eingaben brauchst du?

Du stellst sieben Parameter ein:

  • Untergrund – Ziegel oder Holz als Trägermaterial

  • Putzdicke – 5 bis 40 mm, beeinflusst Speicherkapazität und Reaktionszeit

  • Temperatur – 10 bis 30 °C, wirkt auf Diffusionsgeschwindigkeit

  • Luftwechsel – 0,1 bis 2,0 /h, typisch 0,5 für Wohnräume mit Fensterlüftung

  • rF-Bereich – Minimum und Maximum der relativen Luftfeuchtigkeit im Tagesverlauf

  • Zyklus-Dauer – 12 bis 48 h für einen vollständigen Feuchte-Zyklus

  • Simulationslänge – 24 bis 168 h für mehrere Zyklen

Untergrund: Ziegel vs. Holz

Der Untergrund beeinflusst die Feuchtepufferung: Holz hat eine höhere Sorptionskapazität als Ziegel und trägt aktiv zur Feuchteregulierung bei. Ziegel speichert weniger Feuchte, bietet aber eine stabilere und kapillar weniger aktive Basis.

Die Simulation zeigt den Unterschied über die Untergrund-Kopplung: Aktivierst du sie, tauschen Lehmputz und Trägermaterial Feuchtigkeit aus – sichtbar als zweite Kurve im Diagramm.

Ergebnisse verstehen

Nach der Simulation siehst du vier Kennwerte:

  • Feuchtegehalt w (Masse-%) – aktueller Wasseranteil im Lehmputz

  • Relative Luftfeuchte (%) – der sinusförmige Tagesverlauf als Eingangsgröße

  • Wasserspeicherung (g/m²) – absolute Wassermenge pro Quadratmeter Wandfläche

  • Pufferkapazität Δw – Differenz zwischen Maximum und Minimum des Feuchtegehalts über einen Zyklus

Ein Δw von 0,5–1,5 Masse-% bei 20 mm Putzdicke ist typisch. Das entspricht bei 10 m² Wandfläche etwa 50–200 g gepuffertem Wasser pro Zyklus.

Häufige Fehler

  • Zu dünner Putzauftrag simuliert – unter 10 mm puffert Lehmputz kaum messbar

  • Luftwechsel ignoriert – ein hoher Luftwechsel (> 1,0/h) reduziert die Pufferleistung spürbar

  • Nur einen Zyklus simuliert – mindestens 48–72 h simulieren, damit sich das System einschwingt

  • Untergrund-Kopplung deaktiviert – bei Holzständer-Konstruktionen trägt der Untergrund erheblich zur Pufferung bei

5.3 „Trust"-Abschnitt (E-E-A-T)

Normen & Modellgrundlagen

Die Simulation basiert auf Sorptionsisothermen und Diffusionskinetik (Exponentialansatz mit materialabhängiger Zeitkonstante τ). Die Materialparameter orientieren sich an Literaturwerten aus dem WTA-Merkblatt 6-2 und dem Delphin-Materialmodell des Fraunhofer IBP.

Erstellt von: Dipl. Ing. Rolf Krause, Energieberater – bauphysik-fachberatung.de

Letzte Aktualisierung: März 2026

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