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Fußbodenheizung, Deckenheizung und Heizkörper professionell auslegen
Was berechnet dieses Auslegungstool?
Dieses professionelle Online-Tool berechnet die Auslegung von Fußbodenheizungen nach DIN EN 1264, Deckenheizungen und Heizkörpern (Radiatoren) nach EN 442. Für jeden Heizungstyp ermittelt der Rechner die spezifische Heizleistung in W/m², den Deckungsgrad gegenüber der Raumheizlast, die thermische Behaglichkeit nach ISO 7730 (PMV/PPD) sowie alle hydraulischen Kennwerte für den Abgleich.
Fußbodenheizung –
Auslegung nach DIN EN 1264
Die Fußbodenheizung ist die meistverbreitete Flächenheizung in Neubauten und Sanierungen. Ihre Leistung hängt von der Vorlauftemperatur, dem Verlegeabstand, dem Rohrdurchmesser, der Estrichüberdeckung und dem Bodenbelag ab. Der Rechner berechnet die spezifische Leistung über die Kennlinie q = KH × (ΔΘH)n und prüft die maximale Oberflächentemperatur: 29°C in der Aufenthaltszone, 33°C im Bad und 35°C in der Randzone.
Für den Betrieb mit Wärmepumpen ist die Fußbodenheizung ideal: Niedrige Vorlauftemperaturen von 30–35°C verbessern den COP (Coefficient of Performance) erheblich. Der Rechner zeigt den COP-Vorteil gegenüber konventionellen Heizsystemen mit 55°C Vorlauf.
Einfluss des Bodenbelags auf die Heizleistung
Der Bodenbelag hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wärmeabgabe der Fußbodenheizung. Der Wärmeleitwiderstand Rλ,B des Belags bestimmt, wie viel Wärme vom Heizrohr in den Raum gelangt. Der Rechner berücksichtigt fünf Belagtypen:
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Fliesen / Naturstein – R = 0,00 m²K/W (optimal)
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Fliesen mit Kleber – R = 0,05 m²K/W
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Parkett 10 mm – R = 0,10 m²K/W
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Parkett 15 mm / Laminat – R = 0,15 m²K/W
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Teppich dünn – R = 0,175 m²K/W (max. zulässig nach DIN EN 1264)
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Deckenheizung – Strahlungswärme von oben
Die Deckenheizung überträgt Wärme überwiegend durch Strahlung (α ≈ 5,5 W/(m²·K)), der konvektive Anteil ist mit ca. 1,0 W/(m²·K) gering. Der Rechner unterstützt drei Aufbauarten: Trockenbau (Gipskarton), Putzdecke (Rohr in Putz) und Betonkernaktivierung. Deckenheizungen eignen sich besonders für Räume, in denen der Boden für eine Fußbodenheizung nicht verfügbar ist, und erzeugen ein angenehmes Strahlungsklima.
Heizkörper-Auslegung nach EN 442
Heizkörper (Radiatoren) werden nach EN 442 bei Normtemperaturen von 75/65/20°C geprüft. Die tatsächliche Leistung bei abweichenden Systemtemperaturen wird über die logarithmische Übertemperatur umgerechnet: Φ = ΦN × (ΔTlog / ΔTN)n. Der Rechner enthält die Heizkörperexponenten für alle gängigen Typen:
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Typ 10 – n = 1,26
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Typ 11 – n = 1,29
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Typ 21 – n = 1,30
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Typ 22 – n = 1,33
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Typ 33 – n = 1,35
Besonders bei niedrigen Vorlauftemperaturen für Wärmepumpen zeigt sich, wie stark die Leistung gegenüber der Normleistung abfällt.
Thermische Behaglichkeit nach ISO 7730
Für jedes Heizsystem bewertet der Rechner die thermische Behaglichkeit nach ISO 7730. Der PMV-Index (Predicted Mean Vote) bewertet das thermische Empfinden auf einer Skala von −3 (kalt) bis +3 (heiß). Der PPD (Predicted Percentage of Dissatisfied) gibt den Anteil unzufriedener Personen an. Zusätzlich werden die operative Temperatur und die mittlere Strahlungstemperatur (MRT) berechnet. Fußbodenheizungen erreichen durch die gleichmäßige Wärmeverteilung regelmäßig Kategorie A (PMV ±0,2).
Hydraulik und Wärmepumpen-Eignung
Für alle drei Heizsysteme berechnet das Tool die hydraulischen Kennwerte: Volumenstrom, Fließgeschwindigkeit und Druckverlust im Heizkreis. Diese Werte sind Grundlage für den hydraulischen Abgleich. Bei Fußboden- und Deckenheizung wird zudem die Rohrlänge berechnet. Die COP-Bewertung zeigt, um wie viel Prozent der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe durch die niedrigen Vorlauftemperaturen der Flächenheizung steigt – ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit und den GEG-Nachweis.
Für wen ist das Tool gedacht?
Der Rechner richtet sich an Energieberater, Heizungsplaner, SHK-Fachbetriebe, Architekten und Bauherren, die eine fundierte Vorauslegung von Flächenheizungen und Heizkörpern benötigen – ob für Neubau, Sanierung, Wärmepumpen-Umstellung oder KfW-Fördernachweise.
